03.08.2017 17:37

Depression

Eine Depression ist eine Krankheit – dafür muss man sich nicht schämen, sondern sollte Hilfe in Anspruch nehmen. In Deutschland leiden aktuell rund vier Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression.

Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation wird aber etwa die Hälfte der Depressionen gar nicht festgestellt: Entweder gehen die Betroffenen nicht zum Arzt, weil sie sich vielleicht schämen oder glauben, alleine mit ihrem Problem fertig zu werden. Oder der Arzt erkennt die Krankheit nicht. Denn viele verschiedene, auch körperliche Beschwerden können auf eine Depression hindeuten, sodass die Diagnose nicht ganz leicht zu stellen ist.

URSACHEN

Es gibt meist nicht nur einen Grund dafür, dass ein Mensch an einer Depression erkrankt. Meist kommen mehrere Dinge zusammen. Einschneidende Ereignisse im Leben der Patienten und in ihrem Umfeld - z. B. der Tod einer Bezugsperson, eine Erkrankung, eine Scheidung, der Verlust des Arbeitsplatzes, der Rentenbeginn, ein Umzug - können eine Depression auslösen. Auch eine erbliche Veranlagung kann eine Rolle spielen. Dazu kommt oft ein Schamgefühl: Die erkrankte Person fühlt sich für ihre Gefühlslage verantwortlich und will sie selbst in den Griff bekommen. Klappt das nicht, kann das Gefühl, versagt zu haben, die Depression noch verstärken - ein Teufelskreis, aus dem man mit professioneller Hilfe ausbrechen kann.

HILFE

Eine erste Hilfe zur Selbsthilfe kann das Internetprogramm „moodgym“ leisten. Das englische Wort übersetzt bedeutet in etwa „Fitness für die Stimmung“. Bei „moodgym“ bekommen Sie nützliche Tipps und Anregungen für einen besseren Umgang mit psychischen Belastungen zur Reduktion und Vorbeugung von Angst- und Depressions-Symptomen. Um die Erfolgschancen zu steigern, sollten Sie unbedingt einen Allgemein- oder Facharzt einbinden. Dies ist unter anderem deshalb wichtig, weil Depressionen auch durch körperliche Erkrankungen oder bestimmte Medikamente ausgelöst werden können.

 

Eine Übersicht über die wichtigsten Punkte von „moodgym“ gibt die AOK hier: https://www.aok.de/inhalt/selbsthilfe-bei-depression-moodgym/

 

Den direkten Link zu dem kostenlosen Selbsthilfeprogramm finden Sie hier:  http://www.moodgym.de/