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ARena_ErkaeltungAntibiotikaresistenzen nachhaltig abwenden

Die Herbst- und Wintermonate sind traditionell der Zeitraum, in dem wir uns oft den einen oder anderen grippalen Infekt einfangen. Vor allem Husten, Schnupfen, Schüttelfrost und Fieber können uns in dieser Zeit zu schaffen machen. Einmal ein wenig zu dünn angezogen, neben dem schniefenden Kollegen gesessen oder das kranke Kind aus der Kita abgeholt und schon fühlt man sich selbst hundeelend. Ausruhen oder starke Medikamente: Was hilft bei Erkältung und Co.?
Obwohl man sich schrecklich fühlt, ist eine Erkältung mit Husten und Schnupfen ein banaler Infekt. Sie wird zumeist durch Viren ausgelöst und von Mensch zu Mensch mittels Tröpfcheninfektion – zum Beispiel beim Niesen – oder über die Hände übertragen. Es sind etwa 200 Erkältungsviren bekannt.
Im Herbst und Winter haben die Erkältungen Hochsaison. Das liegt an der sinkenden Temperatur draußen und am besonders stark belasteten Abwehrsystem unseres Körpers. Normalerweise ist die Schleimhaut unseres Hals-Nasen-Rachenraumes nämlich eine gut funktionierende Barriere gegen Krankheitserreger. Damit die Schleimhäute ihrer Abwehrfunktion gerecht werden können, müssen sie jedoch feucht sein. Und genau das ist im Herbst und Winter oft nicht der Fall. Denn kalte Luft lässt die Schleimhäute austrocknen. Auch in beheizten Räumen reizt die trockene Luft die Schleimhäute.
Die Folge ist, dass Krankheitserreger einfacher in den Körper eindringen, sich an den Schleimhäuten im Hals-Nasen-Rachenraum festsetzen und dort zur Entzündung führen. Dann kommt es zu den typischen Erkältungsbeschwerden. Die Schleimhäute versuchen, die Eindringlinge loszuwerden, indem sie zusätzlichen Schleim bilden. Dieser verstopft die Atemwege und wir haben Schnupfen. Wenn viel Schleim produziert wird, fühlt sich unser Gesicht geschwollen an und wir können unter Kopfschmerzen leiden.
Die gute Nachricht: So eine Erkältung ist zwar sehr unangenehm, in den meisten Fällen aber harmlos. Die schlechte Nachricht: Gegen eine durch Viren hervorgerufene Infektion können wir mit Medikamenten nicht allzu viel ausrichten. Insbesondere Antibiotika helfen nicht. Denn gegen Viren sind Antibiotika wirkungslos.
Wirksam sind Antibiotika nur gegen Bakterien, indem sie beispielsweise deren Stoffwechsel hemmen oder ihre Zellwand zerstören. Viren jedoch haben keinen eigenen Stoffwechsel und auch keine mit Bakterien vergleichbare Zellwand. Deshalb haben Antibiotika bei Viren keinen Ansatzpunkt, an dem sie wirken und so die Infektionskrankheit bekämpfen könnten.
Gegen die Entzündung und auch um die Heilung voranzutreiben, können Sie selbst eine Menge tun. Das Wichtigste, so banal es auch klingen mag: Ruhen Sie sich aus und trinken Sie viel, am besten ungesüßte Tees und Wasser.
Indem Sie sich ausruhen, helfen Sie Ihrem Körper, sich ganz auf seine Abwehrarbeit zu konzentrieren. Ohne Höchstleistungen beim Sport oder bei der Arbeit wird es ihm leichter fallen, die Erreger aus eigener Kraft zu bekämpfen. Indem Sie viel trinken, können Ihre Schleimhäute viel dünnflüssiges Sekret produzieren, mit dem die Eindringlinge abtransportiert werden. Zudem verstopft der dünnflüssige Schleim die Atemwege weniger und kann freier abfließen.
Das regionale Arztnetz UGeF aus Forchheim nimmt am Projekt „ARena – Antibiotika-Resistenzen nachhaltig abwenden“ teil. Das Projekt soll helfen, den Einsatz von Antibiotika nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen erhalten Sie bei unseren UGeF-Ärzten oder unter www.ugef.com. Was Sie gegen einen Infekt tun können und wann ein Antibiotikum sinnvoll ist, finden Sie unter www.arena-info.de und www.antibiotika-alternativen.de.

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